Medienkonzept

 

I. Vorbemerkungen

Die Zusammenlegung der Marion-Dönhoff-Schule und der Hauptschule Nogatstraße zur Oberschule erfordert eine Neuorientierung auch im Bereich des Medieneinsatzes im Hinblick auf eine veränderte Schülerschaft mit ihrem erhöhten Differenzierungs- und Förderungsbedarf, dem insbesondere auch über computergestützte Systeme begegnet werden kann und muss. Sie bietet andererseits hinsichtlich der medialen Ausstattung, vor allem aber aufgrund der beiderseits vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen große Chancen der qualitativen Weiterentwicklung. Besonders herauszustellen ist dabei der integrative Schwerpunkt, der aus langjähriger Erfahrung seitens der HS Nogatstraße erheblich von den ’neuen Technologien‘ profitieren konnte, nämlich für die Binnendifferenzierung (Lernorganisation) einerseits und für die Vermittlung und Veranschaulichung von Unterrichtsinhalten andererseits. Dies wurde auch im Rahmen von Laptopklassen über mehrere Jahre erfolgreich umgesetzt. Es ergeben sich zahlreiche erprobte Nutzungsmöglichkeiten im Bereich der Unterrichtsqualität gerade für die weitere Verbesserung der Integration und Inklusion. Hier gilt es, die vorhandenen Erfahrungen mit möglichst geringen Reibungsverlusten in die neue Schulform zu überführen, wofür nicht zuletzt auch eine angemessene technische Ausstattung zur Verfügung stehen muss.
Besondere Motivationsprobleme schwächerer Schüler und ihre Defizite im Bereich der Lernkompetenzen können durch den Einsatz computergestützter Unterrichtsverfahren aufgefangen und in positive Lehr- und Lernprozesse überführt werden. Die in diesem Bereich zu Recht geforderte stärker berufsvorbereitende Qualifizierung erfährt über die Arbeit im und am Netzwerk deutlichen Anschub. Ausbildungsfähigkeit wie -willigkeit können gestärkt werden. Hier sind neben Wahlpflichtkursen auch AGs zu nennen, die interessierte Schülerinnen und Schüler frühzeitig veranlassen können, sich in diesem Gebiet berufsvorbereitend zu orientieren. Die effiziente und intensive Nutzung der Computertechnik ist damit nicht nur Selbstzweck, sondern verspricht auch klare Impulse der beruflichen Qualifizierung. Über die direkten Auswirkungen auf Lernergebnisse hinaus werden dann durch die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Stufen im beruflichen Bildungswesen (BBS, Betriebe) Zusammenhänge transparent gemacht, Hemmschwellen abgebaut und persönliche Perspektiven erfahrbar gemacht. Der gezielte Einsatz der Computertechnologie auf der Basis der curricularen Vorgaben trägt somit entscheidend zur geforderten Profilbildung bei. Der Computereinsatz in der Schule zielt auf Verbesserungen der Lernbedingungen, aber auch des Lernens selbst insofern, als eine stärkere Akzentsetzung auf selbstgesteuerte Lernprozesse erfolgen kann, wobei Lehrkräfte ihren Unterricht besser auf die unterschiedlichen Vorkenntnisse, Arbeitsweisen und Stärken der Schülerinnen und Schüler hin zu differenzieren vermögen. Unterschiedliche Materialien müssen den Schülerinnen und Schülern für Formen des selbstständigen Lernens angeboten werden. Dazu greifen Lehrkräfte in ihrer Arbeit selber auf den PC und das Internet zurück, was eine Fülle von Materialien zugänglich macht (siehe z.B. Merlin – Niedersächsischer Bildungsserver, Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e.V., Park Körner digitale Schulbücher, mathepower.com, Wikipedia, Youtube, usw).

Zunehmend differenziertes Lernangebot und ein den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler differenziert unterstützender Unterricht werden immer wichtiger, wobei mehr und mehr die Lehrkraft in einer eher beratenden und unterstützenden Funktion auftreten wird. Die Bearbeitung der Unterrichtsinhalte und Methoden auf problemorientiertes und selbstgesteuertes Lernen hin, ist eine große Herausforderung für Lehrkräfte, der sie nur mit angemessener Infrastruktur gerecht werden können. Die von uns angestrebten Veränderungen zielen auf verschiedene Kompetenzbereiche.

 

II. Kompetenzerwerb

Medienkompetenz, Lerntechniken, Informationsbeschaffung und -bewertung sowie die Fähigkeit, unterschiedliche Präsentationsformen gewinnbringend einzusetzen, stehen im Mittelpunkt der Bemühungen. Schülerinnen und Schüler sollen in einem erweiterten Sinne zu Medienkompetenz geführt werden. Damit sind sowohl Kenntnisse in der Anwendung von Programmen als auch der (altersgemäß mögliche) kritische Umgang mit den neuen Medien angesprochen. Die Vielfalt des zugänglichen (nicht immer gesicherten) Wissens spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Beschaffenheit der zugänglichen Produkte (Texte, Grafiken, Tabellen, Filme, Bilder, Musik) mit ihrer jeweiligen inhaltlichen und rechtlichen Problematik und den Fragestellungen, die diese aufwerfen. Über das Internet verfügbare Informationen können dazu mehr Selbstständigkeit in den Lernprozess bringen, sie müssen aber hinsichtlich Validität und Relevanz geprüft werden. Hierzu sind nicht zu unterschätzende Fähigkeiten nötig, die seitens der Schule vermittelt werden müssen. Zwar bildet die Zugänglichkeit von Informationen eine wichtige Voraussetzung insbesondere für aktuelle und wirklichkeitsbezogene Aufgabenstellungen, die einen Bezug zur Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen besitzen. Diese müssen jedoch auch die Fähigkeit erlangen, eine angemessene Auswahl und Bewertung der Informationen für konkrete Problemstellungen vorzunehmen. Die Fülle an (desinformativer) Informationen darf nicht zu Blockaden oder Orientierungslosigkeit führen.

Fächerübergreifende Problemstellungen lassen sich mit Hilfe der Computertechnologien selbstverständlicher in den Unterricht einbeziehen. Entsprechende Aufgabenstellungen können eigenständiger von den Schülerinnen und Schülern bearbeitet werden, wobei sie möglicherweise über Verweissysteme auf eigene Wege geleitet werden und so den Lernprozess ansatzweise eigenverantwortlich mitgestalten können. Ein Beispiel dafür ist die Möglichkeit des individuellen und selbstgesteuerten Arbeitens mit der Sekundo Software, mit deren Hilfe, durch frei wählbare Übungen, Schülerinnen und Schüler ihre Defizite aufarbeiten können und weitere Förderpläne erhalten.
Arbeitsprodukte müssen von den Schülerinnen und Schülern so aufbereitet werden, dass sie für die ganze Lerngruppe darstellbar und verständlich sind. Dabei sind sie verhältnismäßig schnell zu überarbeiten; ein klarer Vorteil gegenüber herkömmlichen Techniken. Die sich zügig wandelnden Bedingungen der Arbeits-, aber auch der Lebenswelt allgemein machen neben der laufenden Aneignung von Wissen auch die Wissensvermittlung immer wichtiger. Die technische Unterstützung durch VISU-Boards, Rechnern und Beamern ist dabei längst üblich.

Im weiteren Sinne gehört auch die regelmäßige, langjährige Teilnahme an der Aktion ‚Schüler schulen Senioren‘ zum Medienkonzept der Schule. Der große Erfolg und die auf beiden Seiten (Schülerinnen und Schüler wie auch Senioren) stets ausgesprochen positive Resonanz lassen auf einen Erfolg versprechenden Ansatz schließen. Die Vermittlung von Medienkompetenz durch die Schülerinnen und Schüler – die ihnen im Zeugnis bescheinigt wird – stellt hohe Anforderungen nicht nur an ihre technischen, sondern auch an ihre kommunikativen Fähigkeiten. Gerade das Lernen und Arbeiten in vernetzten Systemen fordert Kommunikation und Informationsaustausch in erheblichem Maße. Gruppenarbeit im eigentlichen Sinn, d.h. indem Teilthemen auch gemeinsam er-, be- und überarbeitet werden können, ist wesentlich eher möglich, als dies mit herkömmlichen Mitteln zu erreichen wäre. Den Unterricht stützende Lernprogramme, die zu zahlreichen Lehrwerken angeboten werden, bieten darüber hinaus die Möglichkeit, den Lernprozess einzelner Lernender zu individualisieren, wobei die Lehrkraft jederzeit die Möglichkeit hat, den Lernfortschritt des Einzelnen zu überprüfen und steuernd einzugreifen.

Für eine effiziente Nutzung der computer- und internetgestützten Technik bedürfen einer ständigen Pflege und der regelmäßigen Erneuerung der Computr und des Netzwerks. Darüber hinaus ist ein stufenweiser Ausbau nötig. Um die Nutzungsressourcen entsprechend einsetzen zu können, müssen insbesondere am zukünftig alleinigen Standort der Marion Dönhoff Schule die Rechnerumgebung stabil, die Programme modern und die Anbindungen leistungsfähig sein.

 

III. Mediennutzung und Medienkompetenzerwerb im Unterricht

Die Vermittlung von Medienkompetenz betrifft alle Fächer und sollte somit auch fächerübergreifend erfolgen. Grundlage für einen ausreichend kompetenten und reflektierten Umgang mit digitalen Medien ist jedoch zunächst der Informatikunterricht. Hier muss der schulinterne Lehrplan fachinterne und fächerübergreifende Elemente enthalten, er muss zudem auf Projektunterricht zurückgreifen und sich auch auf außerschulisch durchgeführte Maßnahmen stützen.

Ab Klasse 6 wird in der Marion-Dönhoff-Schule an einer Variante des Computerführerscheins gearbeitet, so dass grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler bis Klasse 8 über ein zertifiziertes Mindestmaß an Computerkenntnissen verfügt. Schrittweise vertieft (nach dem didaktischen Spiralprinzip) werden diese Kenntnisse im Informatik-Wahlpflichtunterricht. Wünschenswert ist eine Ermöglichung der Ausweitung dieser Kurse sowohl in die Breite als auch in die Tiefe. Es wird immer wieder versucht, einzelne Schülerinnen und Schüler der höheren Klassen in die Betreuung der schuleigenen Websites einzubeziehen, indem ihnen die Funktionsweise von Content-Management-Systemen nähergebracht wird.

 

Informatik

Der Wahlpflichtunterricht am PC wird wie ein eigenständiges Fach mit eigenem Curriculum und Benotung behandelt. Trotzdem werden immer wieder Inhalte aus anderen Fachbereichen eingebunden (z.B. Excel für mathematische Aufgaben, Präsentationen für Deutsch, Recherchen oder die Arbeit mit Google für GEP usw.), da der Computer als Mittel und nicht als Selbstzweck genutzt werden soll. In den einzelnen Klassenstufen werden im Unterricht u.a. folgende Themen durchgenommen:

Klasse 6

Grundlagen und Bestandteile des Computers und allgemeine Kenntnisse über Medien allgemein werden vermittelt, sowie der Umgang mit der Textverarbeitung in Word, Präsentationen mit Powerpoint und die Tabellenkalkulation mit Excel, außerdem vereinfachte Stufen der Programmierung.

Klasse 7 und 8

In den Klassen 7 und 8 geht es um weiterführendes Arbeiten und Grafikbearbeitung mit Word, Präsentieren mit Powerpoint und Arbeiten mit Excel. Im Bereich Internet stehen Recherchen, Möglichkeiten und Gefahren – was ist erlaubt, was ist verboten? – im Mittelpunkt, außerdem werden soziale Netzwerke kritisch in den Blick genommen und die Grundlagen der vereinfachten Programmierung ausgebaut.

Klasse 9 und 10

Hier geht es um die weitere Verfeinerung der Kenntnisse im Bereich des Office-Pakets einschließlich der Arbeit an Datenbankprogrammen. GrafStat wird eingesetzt. Außerdem werden Bewerbungen geschrieben (Layout etc.), die Internetrecherche zu Arbeitsplätzen u.a. wird angeleitet und es werden die Programmierkenntnisse verbessert. Darüber hinaus geht es um die Hardware des PCs und es werden vertiefende Projekte angeboten.

 

Fachunterricht

Die Computer in den Klassen und im Computerraum werden aber darüber hinaus selbstverständlich auch weitreichend in den verschiedenen Unterrichtsfächern als Arbeitsmittel genutzt. Es liegen hier vielfältige Erfahrungen beider Standorte vor und es finden sich in den Bildungsstandards und Kerncurricula jeweils konkret formulierte Kompetenzanforderungen zur Medienbildung. Allen Fachbereichen ist gemeinsam, dass die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden müssen, angemessene Recherchemöglichkeiten einsetzen zu können sowie zeitgemäße Präsentationstechniken zu beherrschen. Die folgenden kurzen Ausführungen gelten entsprechend für die nicht eigens erwähnten Fächer.

 

Sprachen

Für den Fachbereich Sprachen (zu dem die Fächer Deutsch, Englisch und Französisch gehören) ist zunächst zu sagen, dass der Einsatz der Computertechnik insbesondere auf den Gebieten Textrezeption und Präsentation und in der individualisierten Förderung Erfolg verspricht. Grundsätzlich wünschenswert wäre auch hier die verstärkte Arbeit mit Whiteboardmaterialien. Diese werden teils von den Verlagen als sinnvolle Ergänzung zu den Unterrichtswerken (in Teilen sogar als Ersatz derselben) zur Verfügung gestellt. Für einen Gewinn bringenden Einsatz der Technik müssen weitere Allgemeine Unterrichtsräume mit einem Visuboard ausgestattet werden. Die Arbeit mit (einfach ausgestatteten) Laptops oder Tablets bietet aus pädagogischer Sicht entscheidende Verbesserungen für die Schülerinnen und Schüler mit Lese-/Rechtschreibschwäche und ähnlicher Problematik. Desweiteren haben wir Erfolge bei der Arbeit mit Sprachlernschülern in den PC-Räumen festgestellt (z.B. auf der Cornelsen-Plattform).

 

Mathematik und Naturwissenschaften

Besonders der mathematisch-naturwissenschaftliche Bereich bietet zahlreiche Möglichkeiten, Unterrichtsstunden z.B. in Form von Keynote- oder PowerPoint-Präsentationen aufzubauen. Vorteil: Farbige Bilder und Grafiken sowie Videos können eingebunden werden. Außerdem kann direkt in die Präsentationen eingegriffen werden und es können mit einem integrierten Pointertool Dinge hervorgehoben werden.

Whiteboard-Apps ermöglichen auch das freie Arbeiten wie an einer Tafel; eine Vielzahl weiterer Apps unterstützt den täglichen Unterricht. Diese lassen sich sehr schnell aktivieren und einbinden. Durch den Einsatz von Computern können Simulationen von Versuchen im Fach Physik in allen Jahrgangsstufen effizient erfolgen. Hier geht es z.B. um elektrische Schaltkreise, Hebelversuche, Flaschenzüge und Messanordnungen. Die Rechner werden außerdem benötigt zur Sammlung und Auswertung von Messergebnissen sowie der entsprechenden grafischen Darstellung. Die Fähigkeit, Diagramme anzufertigen und zu interpretieren bildet eine Grundlage zeitgemäßer und sachgerechter Kommunikationsfähigkeit. Ferner lassen sich Merlin-Medien und andere Filme/Medien abspielen und bearbeiten. Schüler und Lehrer tragen Präsentationen vor und nutzen den PC zur Informationsbeschaffung und -bewertung. Dabei sind für das Fach Physik Notebooklösungen grundsätzlich vorzuziehen; es werden funktionierende Internetverbindungen benötigt. Es ist eine Vielzahl internetgestützter Medien (von Universitäten, anderen Schulen, Medienzentren und Verlagen) verfügbar, deren Einsatz im Unterricht von hohem Nutzen wäre. Diese Ausführungen gelten analog für die Fächer Biologie und Chemie.

 

Der Fachbereich Geschichte, Erdkunde, Politik greift u.a. auf digitales Kartenmaterial zurück, das von den Schulbuchverlagen angeboten wird. Die Karten bieten eine deutlich höhere Variationsbreite als herkömmliches Material und können in verschiedenster Weise bearbeitet werden. Zeitliche Verläufe sind den Schülerinnen und Schülern erheblich besser zu vermitteln, weil sie durch das An- und Abschalten einzelner Ebenen und Elemente transparenter werden. Markierungstools sowie zahlreiche weitere Möglichkeiten erleichtern die Vermittlung der Unterrichtsinhalte durch optimierte Visualisierung. Voraussetzung ist auch hier die entsprechende technische Ausstattung der Klassenräume. Erfolgreiche und pädagogisch wertvolle Simulationsspiele wie ‚ecopolicy‘ – die eine eigene motivierende Dynamik entfalten können – hängen ebenfalls wesentlich von der technisch einwandfreien und schnellen Funktionsweise ab.

 

Im Fachbereich Arbeit – Wirtschaft – Technik (mit Hauswirtschaft) wäre es sinnvoll, wenn zukünftig verstärkt mit dem Whiteboard gearbeitet werden könnte. Auch im Fach Wirtschaft könnten Simulationsspiele (z.B. zum Thema Geld, Börse, Wirtschaftskreislauf, etc.) eingesetzt werden. Der Fachbereich benötigt außerdem Moderationskoffer für Referate, Hygieneschulungen (Hauswirtschaft), etc., sowie mobile Einheiten mit Laptop und Beamer für Klassenräume ohne Whiteboard. Analoges gilt auch für das Fach Religion, dessen religionspädagogische Inhalte mit Whiteboard oder mobiler Einheit und entsprechender Software medial angemessen aufbereitet werden können.

 

Abschließend ist zu erwähnen, dass zur sinnvollen Nutzung (auch in den nicht eigens erwähnten Fächern) selbstverständlich die qualifizierte Anleitung der Kolleginnen und Kollegen erforderlich ist, die hierfür sowohl allgemein als auch fachbezogen immer wieder entsprechend geschult werden müssen. Dies ist nur zum Teil durch schulinterne Maßnahmen möglich.

IV. Ausstattung

Am Standort Nogatstraße ist ein PC-Raum mit 15 Rechnern plus Lehrerrechner, Beamer und S/W-Laserdrucker vorhanden. Jeder Klassenraum ist mit einem Rechner plus Drucker ausgestattet, in der Regel besteht keine Internetverbindung in den Klassenräumen, die jedoch für die ab dem Schuljahr 2016/17 fest eingeplante Nutzung des digitalen Klassenbuchs zwingend erforderlich ist. Es gibt zwei weitere allgemeine Unterrichtsräume mit einem fest installierten Beamer. Dieser Bestand wird mit vier Beamern aus der Warthestraße aufgestockt. Im Lehrerzimmer stehen drei Einzelrechner, von denen zwei für die Zeugniserstellung genutzt werden. Hier kommen zwei PCs für die Nutzung durch Lehrkräfte und drei weitere für die Zeugniserstellung jeweils aus der Warthestraße hinzu. Es steht ein Access Point zur Verfügung. Der Standort verfügt momentan über vier fest installierte Whiteboards. Die an den Standorten Nogat- und Warthestraße vorhandenen beweglichen Whiteboards sind für die Nutzung durch die Herbart- und die Wasserturmschule am zukünftigen Standort Warthestraße vorgesehen.

Des Weiteren gibt es im bisherigen Bereich der Herbartschule einen Computerraum mit 18 PCs. Dieser soll zunächst bestehen bleiben. Außerdem sind zwei weitere Räume im Bereich der Naturwissenschaften mit 19 PCs und 28 PCs aus dem Bestand der Warthestraße eingerichtet worden. Die fünf mobilen Laptopwagen aus der Warthestraße sind ebenfalls in den Bestand des Standortes Nogatstraße übergegangen.

Die Verwaltung der Schülerdaten erfolgt mit SIBANK+, die Erstellung der Zeugnisse mit WINZEP; weitere rechnergestützte Aufgaben sind die Ausgabe von Essensmarken und die Aufnahme von Bestellungen für die Mensa.

Die Erstellung von Stunden- und Vertretungsplänen läuft zentral über einen Laptop mit der Software Untis. Die Aufstockung auf Webuntis und Untis-Multiuser führte zu mehr Sicherheit bezüglich Datenbackups.

 

V. Planung und Bedarf

Auf mittlere Sicht ist die Ausstattung der allgemeinen Unterrichts- und der Fachräume mit VISU-Boards inkl. Soundsystem, eingebautem Rechner und optimalen Anschlussmöglichkeiten vorgesehen. Eine solche integrierte Lösung wird u.a. auch enorme Ersparnisse hinsichtlich Foliendruck, Papier- und Kreideverbrauch nach sich ziehen, den flächendeckenden Einsatz elektronischer Klassenbücher und den Verzicht auf Overheadprojektoren ermöglichen. Unser Konzept sieht vor, vorwiegend die oberen Klassen sowie Klassen mit versierteren Kollegen auszustatten, um dann schrittweise den Bestand zu erweitern. Dabei ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass unsere KME-Klassen sinnvollerweise bereits zu Beginn angemessen berücksichtigt werden, da hier aus didaktischen Gründen häufig mit differenzierenden elektronischen Lehrwerken gearbeitet wird. Gleiches gilt für den Französischraum. Ein entsprechend gekennzeichneter Raumplan liegt vor. Diese Lösung schließt eine schrittweise vorzunehmende Schulung der Kolleginnen und Kollegen im effizienten Umgang mit den Boards ein. Seit 2016 sind die Klassenräume 0.059, 1.005, 1.018 und 1.055 sowie der Französischraum 1.016 mit den neuen VISU-Boards ausgestattet. Nach ausführlichen Überlegungen und Rücksprache mit der Schulleitung sind folgende Räume mit fünf weiteren VISU-Boards im Frühjahr 2017 ausgestattet worden: 0.006, 0.025, 1.007, 1.050 und 1.057. Für das Frühjahr 2018 sind folgende Räume für die Ausstattung mit VISU-Boards vorgesehen: Der Multifunktionsraum im NW-Bereich, Raum 0.008, 0.061, 1.001, 1.015, 1.026, 1.048.

Hinsichtlich des Informatikunterrichts ist die Auflösung des Raumes 1.035 und 1.036 geplant, da der naturwissenschaftliche Bereich umgebaut werden soll. Das bedeutet, dass zwei neue PC-Räume eingerichtet werden müssen, um den Informatikunterricht zu gewährleisten. Die dafür vorgesehenen Räume sind der jetzige Klassenraum der 10b 1.015 sowie der Raum 1.010 der 10c. Wenn die Klassen zu den Sommerferien 2017 die Schule verlassen, muss einer der beiden Räume zu einem PC-Raum umgewandelt werden. Der Raum 1.015 ist der größere der beiden und benötigt noch einen Internetzugang, damit die notwendige Netzwerkanbindung gewährleistet werden kann. Da der Raum 1.010 eine Internetanbindung aufweist, bietet sich dieser für den ersten Schritt des Umbaus in den Sommerferien 2017 an. Wobei der Raum 1.015 der geeignetere PC-Raum wäre, um das Fehlen zweier Informatikräume kurzzeitig und adäquat zu kompensieren.

Ein klassenstarker PC-Raum (d.h. 28 Arbeitsplätze) ist nicht nur für den Informatikbereich von hoher Notwendigkeit, wie oben schon erwähnt, sondern auch für die anderen Fachbereiche.

Für die Schule besteht das dringende Erfordernis, ein funktionierendes Netzwerk einzurichten. Ohne stabiles WLAN oder kabelgestützte Internetverbindung, das machen die obigen Erläuterungen deutlich, sind viele technikgestützte, aus pädagogischer Sicht wichtige und zeitgemäße unterrichtliche Maßnahmen nicht durchführbar.

Soweit in den nicht mit Boards ausgestatteten Räumen Anschlüsse (HDMI, LAN, Stromnetz) benötigt werden, müssen diese aus Gründen des Arbeitsschutzes am Lehrertisch verfügbar sein, da auf dem Boden oder in Kniehöhe befindliche Kabel ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Die Schule beabsichtigt, die umfangreichen und erprobten Möglichkeiten eines Forums wie I-Serv o.ä. zu nutzen, das dazu angetan ist, die kommunikativen Strukturen erheblich zu verbessern. Der Austausch zwischen Eltern, Schülern und Lehrkräften über sämtliche schulischen Belange erhält durch dieses Hilfsmittel entscheidende Impulse, die nicht ungenutzt bleiben dürfen. Die technischen Voraussetzungen hierfür sollten zur Verfügung gestellt werden. Desweiteren sollte den Lehrern der Zugriff auf das Netzwerk der Schule und somit auf die Daten in den eigenen Profilen von zu Hause aus ermöglicht werden.