Sozialpraktikum des 9. Jahrgangs im Schuljahr 2018/2019

27. Sep. 2018 Eugen Schröder

In der Woche vom 17.09. bis 21.09.2018 haben die rund 140 Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs ein Sozialpraktikum durchgeführt.
Das Sozialpraktikum wurde erstmalig in Jahrgang neun durchgeführt und fand in Form eines Jugendwaldeinsatzes im Waldpädagogikzentrum Göttingen oder der Kriegsgräberpflege in Zusammenarbeit mit dem „Haus über Grenzen in Lommel“ oder der Kriegsgräberpflege auf dem Ehrenfriedhof in Wilhelmshaven und der Kriegsgräberpflege ziviler Bombenopfer auf dem Aldenburger Friedhof in Wilhelmshaven oder eines hausinternen Näh- und Bastelprojektes in Kooperation mit dem Klinikum Wilhelmshaven und der Obdachlosenhilfe Wilhelmshaven oder individueller Einsätze in zahlreichen sozialen Institutionen und Einrichtungen in Wilhelmshaven statt. Im Folgenden sind kurze Eindrücke in Wort und Bild festgehalten, welche einen kleinen Einblick in die Erlebnisse geben.

Ehrenfriedhof Wilhelmshaven und Friedhof Aldenburg Wilhelmshaven
Auch der Einsatz von 20 Schülern und 20 Soldaten auf dem Ehrenfriedhof war ein voller Erfolg und eine sehr gewinnbringende Zeit für alle Beteiligten. Schüler und Soldaten verrichteten in Teamarbeit bei idealem Wetter eine Vielzahl von Arbeiten zugunsten der Kriegsgräberpflege. Aber nicht nur die äußerst vorzeigbaren Arbeitsergebnisse prägten die vier Praktikumstage, sondern vor allem auch der sehr positive Austausch zwischen Schülern und Soldaten. Somit entwickelte sich eine großartige Balance zwischen gemeinnütziger Arbeit, „lebendiger Geschichte“ und Berufsorientierung. Wie auf den Fotos gut zu erkennen ist, kam trotz der Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit des Projekts der Spaßfaktor jedoch keinesfalls zu kurz. Dieses Projekt wurde von Herrn Zimmermann vor Ort betreut.

Auf dem Friedhof in Aldenburg haben acht Schüler, auf Inititative von Herrn Nieshuis  vom Entwicklungshilfeverein der Heppenser Kirche, ein Gräberfeld ziviler Bombenopfer des Zweiten Weltkrieges gesäubert. Es war für diese acht Schüler ein besonderes Erlebnis, da Herr Niehuis zeitweise selbst anwesend war und seine Geschichte erzählt hat und den Schülern viele Hintergrundinformationen zu dieser schlimmen Zeit des Zweiten Weltkrieges und dem Leid der Zivilbevölkerung gegeben hat. Dieses Projekt wurde vor Ort von Herrn Hölken betreut.

Der Einsatz auf beiden Friedhöfen fand am Freitag einem gemeinsamen Ausklang in Form eines Frühstückes in der Schule. Dort konnten sowohl die Schüler, als auch die Soldaten und Lehrer, gemeinsam mit Herrn Niehuis die Woche Revue passieren lassen.

Beim Frühstück an der Marion-Dönhoff-Schule

Lommel
Mit einer Gruppe von ungefähr 40 Jugendlichen besuchten die Lehrkräfte Frau Stöver, Frau Wiese und Herr Markmann den deutschen Ehrenfriedhof in Lommel (Belgien). Auf einem riesigen Areal von 16ha fanden ca. 40000 Soldaten, vor allem aus dem Zweiten Weltkrieg,  die letzte Ruhe.  Im Rahmen von Pflege- und Projektarbeiten setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Schicksalen der meist sehr jung verstorbenen Soldaten auseinander. Auch der Bericht eines jüdischen Zeitzeugen sorgte für allgemeine Betroffenheit, aber auch für angeregte Gespräche. Auch die Freizeit sollte nicht zu kurz kommen. Bei einem Besuch im Center Park konnten sich alle Teilnehmer im Bogenschießen, Klettern, Minigolf und Schwimmen vergnügen.

Göttingen
Eine kleine Gruppe von Schülern, begleitet von dem Kollegen Herrn Behrens, fuhren mit der Klasse 7a, Frau Anders und Frau Läufer zum Jugendwaldeinsatz in das Waldpädagogikzentrum Göttingen. Für die Siebtklässler war es eine Klassenfahrt, für die Neuntklässler das Sozialpraktikum.
Es ging schon früh am Morgen los, was für einige der Schüler sehr ungewohnt war. Jedoch entschädigten der Spaß und die Freude an der Arbeit dies sofort und auch der Freizeitfaktor kam nicht zu kurz. Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man nach getaner Arbeit sieht, was man mit seinen eigenen Händen geschafft hat. Erschöpft aber auch zufrieden war das Sozialpraktikum bzw. die Klassenfahrt im Wald ein befriedigendes Erlebnis, an das sich der eine oder andere gerne erinnern wird.

Hausinternes Näh- und Bastelprojekt

Rund 24 Schülerinnen und Schüler haben sich der sozialen Sache kreativ angenähert. Ein Teil von ihnen hat im Rahmen einer Kooperation mit der Klinik für Frauenheilkunde Kindermützen, /-schals und /-hosen genäht, um das „Frühchen-Projekt Wattwurm“ zu unterstützen und Bettwäsche für Puppenbetten, um die Obdachlosenhilfe Wilhelmshaven zu unterstützen.
Ein anderer Teil von ihnen hat gebastelt und Fensterbilder, Mobiles und weitere Dekoration hergestellt, um die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Wilhelmshaven zu unterstützen.
Die Übergabe an die drei Kooperationspartner wird nach den Herbstferien stattfinden. Die betreuuenden Kolleginnen Frau Simper und Frau Ukena- Huisken werden dann mit Schülern ihrer Projekte die Produkte ihrer Arbeit übergeben.

Institutionen und Einrichtungen in Wilhelmshaven

Zahlreiche Schüler haben auch in  Institutionen und sozialen Einrichtungen vor Ort ihr Sozialpraktikum absolviert, mit dabei waren wieder die Familienzentren, der Abenteuerspielplatz Vosslapp, das Evangelische Seniorenzentrum, das Pauline- Alsdorff- Haus, das hesena- Pflegeheim, das Seniorenzentrum Am Botanischen Garten, die Seniorenzentren Neuengroden I und II und das Sprachheilzentrum bzw. der Sprachheilkindergarten. Neu im Boot war das Deutsche Marinemuseum, was für zwei Schüler ein sehr umfassendes Programm auf die Beine gestellt hat, von dem die beiden Schüler sehr angetan waren und in dem sie engagiert mitgearbeitet haben.

Einige Schüler des Jahrgangs 9 sind in der Schule geblieben, um in den Sprachlernklassen ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und zu festigen und werden dann im März 2019 die Möglichkeit haben, am dreiwöchigen Betriebspraktikum teilzunehmen.

Abschließend möchte ich mich als Koordinatorin des Sozialpraktikums bei allen beteiligten Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen und Kooperationspartnern für die tolle Zusammenarbeit bedanken und freue mich auf das nächste Sozialpraktikum, das im kommenden Schuljahr 2019/2020 wieder im achten Jahrgang stattfinden wird.

Herzlichen Dank, Julia Eickhoff.